Mittwoch, 12. August 2009

Die Entscheidung ist gefallen!

So, gerade haben wir uns entschieden, welche Projekte wir ab morgen machen werden.


Nach einem ziemlich entspannten Wochenende fing am Montag alles mit der Arztuntersuchung an. Urinprobe, Blutabnahme, Allgemeinuntersuchung, Roentgen und schliesslich noch der Zahnarzt. Bei allen Volontaeren ist alles in Ordnung, bis auf die immense Menge an Karies an eben den Zaehnen, wo wir mal Fuellungen bekommen haben... da hilft auch die neue elektrische Zahnbuerste nicht weiter. Ich werd´s mal mit Zahnseide probieren.

Am Montagmittag fingen wir dann an, die Projekte zu besuchen. Ich ging mit einer anderen Volontaerin in´s Hospital von der Fundación. Morgens Patient - Mittags Chefarzt.
Ne, so war´s dann auch nicht, erstmal durften wir in die Mitarbeiterkantine, weil wir noch zu frueh dran waren. Ich war erstaunt, denn es gab tatsaechlich Linsen mit geschnittenen Saitenwuerstchen drin. Zwar keine Spaetzle dazu, hat aber echt gut geschmeckt. Das Essen hier ueberhaupt geht ziemlich gut runter. Es gibt immer Suppen zur Vorspeise, dann meistens was mit Huhn und Reis, bzw. Gemuese und zur Nachspeise eine Frucht.
Zurueck zum Hospital: Nach dem Essen und etwas Wartezeit bekamen wir Arztkittel. Ich fuehlte mich einen Moment wie J.D. nur ohne Stetoskop. Allerdings war es dann um ehrlich zu sein etwas enttaeuschend, da die ganzen Mitarbeiter offenbar nicht richtig wussten, dass wir kommen wuerden. So wurden wir immer wieder vom einen zum anderen geschoben, ohne jetzt richtig in Erfahrung zu bringen, was wir so tun muessen.
Ich habe mich dann auch nicht fuer das Hospital entschieden. Auch wenn die Volontaere, die am darauffolgenden Tag dort waren vom Hospital geschwaermt haben, konnte es bei mir nicht allzuuuu viele Punkte sammeln.

Gestern war ich dann im Projekt Trabajadores. Wir sind mit dem Projektleiter um die Stadt gezogen, haben immer wieder bei Schuhputzern und Verkaeuferinnen gehalten, mit ihnen gesprochen und je nach deren Belieben einen Geldbetrag in ihre "Sparkasse" aufgenommen, welchen sie jederzeit wieder abheben koennen. Es war etwas erschoepfend, da wir viel rumgelaufen sind, hat aber ziemlich Spass gemacht.

Heute letztendlich waren wir im Casa Esperanza. Einem Heim voller Jungen ab sieben, wenn ich es recht weiss, bis zum aeltesten von 17 Jahren. Morgens haben wir ihnen bei ihrem Unterrichtsstoff geholfen (Lesen und Multiplikation von Bruechen, was mir -bei aller Bescheidenheit- aufgrund von Abitur nicht allzu schwere Probleme bereitet hat ;) ). Mittags gab es Essen (ja, Reis mit eingeschnetzeltem Huehnchen) und dann haben wir noch Fussball und Tapas gespielt. Das sind ganz normale Flaschendeckel: Wer seinen von ein paar Metern Entfernung am naechsten zur Wand schnippen kann, darf anfangen und muss versuchen, mit seinem Deckel den eines anderen abzuschippen und kann ihn dann einkassieren. Verfehlt er jedoch, dann kommt der naechste dran. So simpel wie amuesant. Ich hatte leider meine Kamera nicht dabei, sonst haette ich hier ein bisschen gezeigt.

Nach meinem ausgewogenen, selbstgemachten Spiegelei-Abendessen (wie fast jeden Abend bis jetzt) haben wir uns dann alle getroffen, um die Auswahl der Projekte zu verkuenden. Ich war hin- und hergerissen zwischen Trabajadores und Casa Esperanza, musste mir sogar eine Pro-Contra-Liste machen und habe mich letztendlich fuer ersteres entschieden. Denn auch auf die Gefahr hin, dass es vielleicht mal ein bisschen monoton werden kann, ziemlich immer die gleiche Strecke abzulaufen, war ich trotzdem eher davon angezogen.

Morgen frueh wird es dann gleich richtig losgehen, ich bin mal gespannt!

2 Kommentare:

  1. Das ist ja ne gute Entscheidung. Das wollte ich auch schon immer machen. "Gebt mir euer Geld, ihr bekommt es nach belieben zurück. ;-)"
    Dann viel Freude bei Deiner bevorstehenden Arbeit!!!

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  2. Trabajadores heißt: der Arbeitnehmer ...

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