Mittwoch, 29. Juli 2009

Erste Eindruecke, erste Gefuehle

Mein jetziges Gefuehl sagt mir, es gibt keine ue-Tasten!

Nein, also nach einer 26-stuendigen Reise von Frankfurt aus sind wir vor anderthalb Tagen in "El Alto" gelandet, das ist die Hochebene ueber La Paz, die auch zur Stadt gehoert. Sie liegt auf etwa 4100 Metern und das durfte ich auch sogleich zwecks Kofferschleppen an der eigenen Lunge erfahren...
Wir wurden dann von Johanna, der Freiwilligenbetreuerin mit zwei Buesschen abgeholt. Dann wurden wir auch gleich in unser Haus gefahren. Die Hinfahrt war sehr beeindruckend, von "El Alto" geht es dann naemlich bergab in die Stadt des Regierungssitzes und der Anblick auf La Paz ist schon mordsimpressiv! Ich hab Bilder gemacht, welche ich aber leider derzeit nicht hochladen kann, kommt aber noch.

Auf der Hinfahrt konnte man sich auch schon ein relativ gutes Bild der Stadt machen: sehr viele indigene bolivianische Frauen mit ihren Hueten, streunende Strassenhunde, hektischer aber meiner Meinung nach liebenswerter Verkehr^^

Zu Hause angekommen teilten wir dann die Zimmer auf, um danach den bolivianisch beruehmten Coca-Tee zu uns zu nehmen, der gut gegen die Hoehenkrankheit ist. Gesundheitlich geht es uns Voluntaeren im grossen und ganzen auch recht gut!
Die erste Nacht war dann eigentlich auch gut, hatte ein wenig Kopfschmerzen, aber die waren ruckzuck wegaspirinisiert. Nur die naechtliche Kaelte im jetzigen Winter ist umstellungsbeduerftig. Also so tags in der Sonne ist es echt ueberraschend warm, da koennte man schon auch im T-Shirt rumlaufen, geht man aber einen Schritt weiter in den Schatten ueber, so stuende man ohne Jacke oder zumindest Pulli nicht mehr so "cool" da. Und nachts im Haus ohne Heizung muss man sich dann halt auch dementsprechend zudecken.

Heute waren wir dann in der Stadt: Schluessel nachmachen lassen, Handys kaufen, Supermarkt... und das kriegt man halt alles fuer deutsche Verhaeltnisse superguenstig, Handy fuer 180 Bolivianos (umgerechnet etwa 18 €) und ein Schluessel fuer 4 Bolivianos.
Und es ist wirklich erstaunlich, dass man sich alles was man braucht auf der Strasse an kleinen Staenden kaufen kann. Sogar Geld, welches in der serioesen Wechselstube wegen Rissen nicht angenommen wird, kann man sich auf der Strasse wechseln lassen. Was einem meiner Pendants allerdings zum Verhaengnis wurde, er wollte 120€ wechseln und hat nach einer viertel Stunde bemerkt, dass man ihn um 80€ betrogen hatte, man muss also schon aufpassen.

In der WG findet gerade die Eingewoehnungsphase statt, wer was wann macht und alles rund um die Haushaltskasse und so weiter, eben das, was jede WG wohl durchmacht.


Es waren schon krasse erste Erfahrungen, die ich hier natuerlich nicht in ihrer Vollstaendigkeit darstellen kann, aber ich geb mein bestes ;) und Bilder folgen ja auch noch!!

2 Kommentare:

  1. hahaha ... um 80 € betrogen... hahaha!! Ich sag mal der sollte nicht BWL studieren!!!

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  2. Cool. Sehr ausführlich. Wenn Du so weiter schreibst können wir nach dem Jahr wenn Dur wieder kommst ein Buch drucken.

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