Ich hab ja schon erzaehlt von den Erlebnissen, dann folgen jetzt die Bilder. Ich fang mal an mit der Death Road:
Die vier linken sind Jonathan, ich, Anna und Clemens(ito). Wir vier sind sie runtergefahren, der ganz rechts war Mike, der Amerikaner. Das war bevor wir uns umgezogen hatten. Es war an einem schoenen See (in den ich auch reingepinkelt habe, falls es jemanden interessiert...)
Das war die Aussicht von ganz oben, da hat man schon Lust bekommen, runterzufahren!
Und die Strasse da im Hintergrund lag zu dem Zeitpunkt noch vor uns. Das Wetter war leider nicht ganz klar, nichtsdestotrotz atemberaubend! Nachdem ich dieses Foto geschossen habe und um die naechste Kurve gefahren bin, lag auf einmal der Clemens halbtot auf der Strasse: Er wollte den anderen, die noch weiter vorne waren und die er sah, winken. Das hat er auch getan und ist deswegen hingefallen. Nichts weiter schlimmes, das bittersuesse ist nur, dass ihn niemand winken sehen hat...
So, am ersten Wochenende des Septembers fuhr´n wir uebern See uebern See, wir fuhren uebern ---! Der Ausflug nach Copacabana am Titicacasee war echt cool.
Ein jedes hat eine Kappe einer Regenbogenfarbe (fundación arco iris - Fundación Regenbogen) bekommen. Nach Projekten aufgeteilt zogen wir dann durch den Wallfahrtsort, was von oben dann einen Regenbogen aus Menschen darstellte (ich war rot)!
Kurz vor Daemmerung ueber dem Titicacasee. Es ist der hoechstgelegene schiffbare See der Welt mit 3810m, wie Rainer Waterkamps Reisefuehrer verspricht, und wir haben drin gebadet(ist auch dementsprechend kalt).
Bei Sonnenuntergang zogen dann alle mit Laternen (mit den gleichen Farben wie die Kappen) nochmal durch die Stadt zur Kapelle, in der am Nachmittag der Padre einen Gottesdienst gehalten hatte.
Danach gabs noch ne Disco mit allen und spaeter ins Bettli, wobei es keine Betten waren, duenne Matratzen waren das hoechste der Gefuehle, wir haben da in einem Moenchshof geschlafen.
Am naechsten Morgen sind wir dann den Kreuzweg den Kalvarienberg hochgelaufen, um den See im Morgengrauen zu geniessen. Ein Moment der Stille waehrend einem aufregenden und erlebnisreichen Wochenende - sehr angenehm.
Weiter geht´s mit der Fundacións-Kirmes eines schoenen Sonntags. Das Wetter hat super mitgespielt (Sonnenbrand inklusive). Zur Zeit findet naemlich der Uebergang in die Regenzeit statt, meine laessig auf der Leine rumhaengende, sich sonnende Waesche durfte das auch schon "aus heiterem Himmel" erfahren!
Das ist ein Eindruck der Kirmes. Die Paceña - Sonnenschirme repraesentieren das in La Paz gebraute Bier. Schmeckt mir eigentlich ganz gut. Ich merke, ich schweife ab in die Bierwelt...
Nein, also da war dann auch noch die Verlosung von der grossen Tombola. Einen Euro und grosse Hoffnungen habe ich investiert, aber die Gluecksfee war mir nicht hold, hab´s aber schon verkraftet :-P
Der Volontaersausflug des Monates September fand am Cerro Chacaltaya statt. Wir sind mit dem Bus auf 5050 Meter oder so gefahren und den Rest bis auf 5200 m hochgestiegen (ich glaub, die Daten stimmen nicht ganz, glaube aber auch, dass das jetzt nicht sooo interessant ist. Jedenfalls gibt es auch hier einen Superlativ, es ist naemlich das hoechstgelegene Skigebiet der Welt!)
Die Volontaersbetreuerin Johanna und ich. Die ist voll cool drauf, mit der verstehen wir uns einwandfrei, sag ich mal!
Blick vom Chacaltaya aus, wieder mal nicht uebertrieben viel Glueck mit dem Wetter. Es hat dann auch angefangen zu schneien, hat aber noch nicht zum runterboarden gereicht.
Und am Freitag, den 02. Oktober konnte ich singen: "jede Zelle meines Koerpers ist gluecklich"
Da am Samstag Tag der deutschen Einheit war gab es von der Deutschen Botschaft ein Fest, bei dem deutsche Leute, in unserem Fall der Padre, eingeladen wurden. Der hat uns da dann auch mitgenommen.
Und das war das herrliche Essen, es gab lauter deutsche Sachen: Weisswurst, Frankfurter, Gulasch, Kartoffelsalat, Kassler, Feldsalat! Ich habe so viel gegessen, wie schon lange nicht mehr. Danach gab´s noch Schwarzwaelder und davor gabs Kaesebuffet. Ich habe schon fett reingehauen. Am Ende habe ich nochmal Kartoffelsalat draufgeschoepft, dann wars aber fast zu viel, sag ich mal. Jedenfalls bereue ich nichts und wuerde es jederzeit wieder machen!
Am Ende der Party durfte ich dann noch auf ein Foto mit dem Padre, das ist er. Ich muss wirklich immer wieder auf´s Neue stauen, was er fuer ein Lebenswerk in 15 Jahren geschaffen hat und jetzt, da ich ihn auch besser kennenlernen konnte, feststellen darf, was er fuer ein von Herzen guter Mann ist. Auch sehr humorvoll ist er: Wenn man ihn fragt, wie lange die Regenzeit dauern wird, dann sagt er ganz trocken: "bis zum Ende!"
So, jetzt ist der Blog endlich mal wieder aktualisiert. Der naechste Eintrag kommt bestimmt!!!